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Chronik des Gymnasiums Wittstock

1869

Am 4. April wird die Gymnasialprima eröffnet, die Schule ist damit de facto Vollgymnasium. Am 31. Mai wird das neue Gymnasialgebäude vor dem Gröper Tor übergeben. Das Motto "Virtuti - veritati - humanitati" (Der Vielseitigkeit, der Wahrheit, der Menschlichkeit) steht als Programm der Erziehung und Bildung in großen schwarzen Lettern auch heute noch auf der Vorderfront. Am 20. August erfolgt die staatliche Anerkennung als Voll­gymnasium.

1870

Ferdinand Schulz aus Rote Mühle legt als erster die Reifeprüfung ab.

1888

am 1. April geht das Gymnasium in den Besitz des Staates über; es heißt nun Königlich-preußisches Gymnasium Wittstock.

1890

eine Turnhalle (an der Ecke zur Wiesenstraße) wird übergeben.

1894

am Gymnasium werden folgende Fächer unterrichtet:

  • Sprachen: Griechisch, Hebräisch, Latein, Französisch, Englisch, Deutsch

  • Naturwissenschaften: Mathematik, Physik

  • sonstige Fächer: Religion, Zeichnen, Geschichte, Geographie, Gesang

 

Im gleichen Jahr wird eine Bilanz der ersten 25 Jahre gezogen, danach haben 219 Abiturienten die Einrichtung absolviert. Die Schüler waren überwiegend aus Wittstock und Umgebung, aus Berlin, Neuruppin, Seehausen in der Altmark. Ausländer waren zumeist aus Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, England (1), Rußland (1).

 

Umfangreich war das Freizeitangebot: Schülerbibliothek, Museum (seit 1879), Turnverein "Körner", Stenografenverein, Theaterverein.

1928

wird das humanistische Gymnasium in ein Reform-Realgymnasium umgewandelt; wobei Griechisch (zuvor war schon Hebräisch wegge­fallen) aus dem Plan ausscheidet. Nun ist Französisch erste, Englisch zweite und Latein dritte Fremdsprache. Außerdem werden die Naturwissenschaften ausgebaut.

1931

wird die Zusammenlegung mit dem Städtischen Lyzeum Wittstock abgeschlossen. Die ersten Mädchen besuchten bereits seit Ende der zwanziger Jahre die Schule.

1933

beträgt das Jungen-Mädchen-Verhältnis 138 : 97.

1944

sind unter den 347 Schülern 68 Gastschüler aus luftgefährdeten Gebieten, vor allem aus der Hamburger Heilwigschule

1944/45

ist das Gymnasium deutsches und sowjetisches Militärlazarett.

1946

im April kann die Schule wieder als Bildungseinrichtung genutzt werden. In der Folgezeit wird das Gymnasium mehr und mehr durch die Einheitsschule verdrängt.

1969

werden erhebliche bauliche Veränderungen an der Schule vorgenommen (Lichtschächte verschwinden)

1970-81

besteht eine selbstständige erweiterte Oberschule, die gemeinsam mit der POS I das Gebäude des ehemaligen Gymnasiums nutzt.

1991

am 1. August findet die feierliche Wiedereinrichtung des Gymnasiums statt!

1991-93

finden die letzten Abiturprüfungen nach 12 Schuljahren statt.

1993

wird im November auf Forderung der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Sitzung des Wittstocker Stadtparlaments in die Aula des Gymnasiums verlegt. In dieser Sitzung stand die Abstimmung über den notwendig gewordenen Anbau am Gymnasium auf der Tagesordnung. Auf Grund der hohen Kosten, die dieser Bau mit sich bringen sollte, stand eine positive Abstimmung und damit das Schicksal des Gymnasiums stark auf der Kippe. Als dann das positive Abstimmungsergebnis verkündet wurde, herrschte großer Jubel in der vollbesetzten Aula.

1994

gibt es am Gymnasium Wittstock wie an allen anderen Gymnasien des Landes Brandenburg wegen der Umstellung auf 13 Schuljahre keine Abiturprüfungen.

1994

feierte das Gymnasium sein 125. Jubiläum. Alle anderen Jubiläen waren bisher ausgefallen: Das 25. wegen des Todes des Direktors, das 50. und 75. wegen der beiden Weltkriege und das 100. wurde ganz einfach vergessen!

1996

wird am 25. Oktober der neue Anbau zur Nutzung feierlich übergeben. Damit haben endlich alle Klassen und Kurse im Gymnasium Platz, einzelne Unterrichtsstunden müssen nicht mehr in das ehemalige „Polytechnische Zentrum“ ausgelagert werden.

 

Nach einer Zusammenstellung von Dr. Wolfgang Dost, Leiter des Ostprignitzmuseums in Wittstock

1999

Anlässlich des 130. Jubiläums wird im Juni das Schülercafé eingeweiht und der erste Schülerball für Schüler/innen der Sek. 2 sowie Lehrer/innen und Eltern findet mit großem Erfolg statt.

1999

Die Elternschaft kann mit ihrem öffentlichen Engagement erreichen, dass die nachträgliche Ausstattung des Gymnasiums mit einem Fahrstuhl genehmigt und finanziert wird. Baubeginn ist Sommer 2000.

2000

Der Bau einer Mehrzweckhalle hinter der Schule hat begonnen.